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Kleidung, Accessoires und Sachspenden können Sie an diese Adressen senden

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Bitte beachten Sie unsere Urlaubszeiten!

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 Aktion Schmetterlingskinder - Infos und Fakten

Die Aktion Schmetterlingskinder (Klinikaktion der Schmetterlingskinder) hat sich zum Ziel gesetzt, den deutschen Entbindungskliniken Boxen mit einer Vielzahl an in ehrenamtlicher Tätigkeit genähten, gestrickten und gehäkelten Kleidung für still geborene oder kurz nach der Geburt verstorbene Babys bis ca. zur 32. SSW zur Verfügung zu stellen. Alle Sachen werden an unsere zentrale Sammelstelle geschickt.

Was ist Sinn und Zweck der Aktion?

In Deutschland sterben jährlich mehrere hundert Babys während der Schwangerschaft, während der Geburt oder kurz danach. Oft werden diese Kinder viel zu früh geboren und sind darum sehr viel kleiner als “normal” geborene Babys.

Im Schock, der Hektik und der Eile der Situation sehen sich viele betroffene Eltern mit der Situation konfrontiert, keine passende Kleidung für diese Babys zur Verfügung zu haben. Die traurige Wahrheit ist darum, dass jährlich hunderte von stillgeborenen oder zu früh geborenen und kurz nach der Geburt verstorbenen Babys unbekleidet beerdigt werden müssen. Des Weiteren ist der Umgang mit dem Tod eines Babys in vielen deutschen Kliniken noch immer schwierig und weist starken Verbesserungbedarf auf. Dies hat vor allem mit dem Tabu zu tun, welches auf dem Thema “stille Geburt” und “Frühgeburt vor Erreichen der Lebensfähigkeit” zu tun hat.

In den letzten Jahren hat ein Umdenken stattgefunden, welches jedoch immer weiter voran getrieben werden muss. Es zeigt sich, dass ein liebevoller, würdevoller Abschied vom Kind elementar wichtig für den weiteren Trauerweg der betroffenen Eltern ist. Auch hier haben wir es uns zum Ziel gesetzt, durch Sensibilisierung und dem Erschaffen eines Bewußtseins in den Kliniken und durch zahlreiche kleine Hilfestellungen einen besseren Umgang mit den betroffenen Eltern und den kleinen, viel zu früh gegangenen Babys zu schaffen.

Wieso ist in den Kliniken eine Kleidung vorhanden?

Kliniken haben keine Kleidung für solch kleine Babys zur Verfügung, denn es gibt auf dem Markt -abgesehen von Puppenkleidung -keinerlei Kleidung für jene Größen zu erwerben, schon gar nicht für Babies, die vor der 23. SSW geboren werden.

Die Eltern sind in ihrer schweren Situation nicht in der Lage, Puppenkleidung zu besorgen. Oftmals liegen dem Verlust auch schwere körperliche Probleme der Mutter zu Grunde, die oftmals noch Tage nach der Geburt im Krankenhaus verbringen muss. Die Väter sind ebenfalls völlg überfordert. Und wer will schon in ein Kindergeschäft gehen und Puppenkleider kaufen, wenn er gerade ein Baby verloren hat??? Abgesehen davon ist auch die Puppenkleidung von ihrer Beschaffenheit her oft nicht als Totenkleidung für diese kleinen Babys geeignet, da sie meist viel zu weit ist und man sie den kleinsten Babys aufgrund deren Zerbrechlichkeit nicht anziehen kann.

Die Kliniken haben also keinerlei Möglichkeit, an passende Kleidung zu kommen. Und selbst wenn, so ermöglicht der Etat dies oftmals auch nicht.

Zum anderen begreifen einige Kliniken in Deutschland auch noch nicht, wie wichtig ein gesunder, liebevoller und vor allem würdevoller Abschied vom verstorbenen Kind für die Eltern ist.

Nur ein liebevoller, bewusster Abschied ermöglicht es den Eltern, einen gesunden Trauerprozess zu beginnen. Alles, was nicht würdig, sondern lieblos und unschön abläuft, alles was versäumt wird, stellt einen traumatischen Faktor dar. Ohnehin erleben die Eltern ein nicht zu benennendes Trauma. Dieses zu verarbeiten dauert in aller Regel Monate oder sogar Jahre. Je gesünder und liebevoller der Abschied abläuft, desto weniger Probleme ergeben sich in der späteren Verarbeitung des Verlustes.

Dies gilt es einigen Kliniken noch klar zu machen - hierfür ist es für sie vor allem wichtig zu begreifen, dass auch die kleinsten Kinder nicht nur “Spätaborte” oder “Totgeburten” sondern MENSCHEN sind.


Ein Zeichen setzen für die Würde

Wir bekleiden unsere Toten in der Regel immer für ihren letzten Weg. Das gebietet der Anstand und die Würde. Dass wir dies mit unseren kleinen verstorbenen Babys auch tun sollten und wollen, ist mehr als nachvollziehbar.

Es ist ein Zeichen für die Würde, auch die kleinsten Babys zu bekleiden. Es zeigt: DAS HIER SIND KLEINE MENSCHEN - und nicht nur “schiefgegangene” Schwangerschaften oder “missglückte Versuche”, wie wir Sternenkindereltern so oft von außen beschwichtigend (und für uns unendlich verletzend) zu hören bekommen.

Diese kleinen Babys sind schon perfekte kleine Menschlein, selbst wenn sie noch so früh geboren werden. Nichts unterscheidet sie von “normalen” Neugeborenen, bis auf die Größe und manchmal die Farbe ihrer Haut. Ein Kind im Mutterleib ist bereits ab der 12.-14.SSW schon “fix und fertig”, die nächsten 26 Wochen wächst es eigentlich nur und entfaltet und optimiert die Funktionalität seiner Organe, legt an Länge und Gewicht zu, lagert Fett ein.

Gesichtszüge, Finger- und Fussnägel, Härchen - all das ist ab diesem Zeitpunkt meist schon vorhanden! Und für uns Eltern sind diese Kinder so real wie jedes lebende Kind. Wir haben sie in unseren Bäuchen getragen, nach der Geburt in unseren Armen gehalten. Sie sind real und sie verdienen genau dieselbe Würde wie sie jeder Mensch verdient.

Hilfe von Handarbeiterinnen als Basis der Aktion

Es sind hunderte von ehrenamtlichen Helferinnen, die in ganz Deutschland die Kleidungsstücke und Abschiedsaccessoires für die Klinikboxen fertigen und an die zentrale Sammelstelle schicken.

Dort werden die Boxen zusammengestellt und kostenfrei an die Kliniken geliefert, welche diese in aller Regel selbst bestellen oder von seiten der Initiative auf das Angebot hingewiesen werden.

Nur durch die zahlreiche Hilfe von hunderten von Frauen, die in liebevoller Handarbeit die Kleidung und Accessoires fertigen, ist unsere Aktion überhaupt möglich!

 

Ehrenamt

Die organisatorische Arbeit der Aktion Schmetterlingskinder basiert fast vollständig auf ehrenamtlicher Arbeit und wird in privat zur Verfügung gestellten Räumen im Rahmen einer Vollzeitstelle geleistet. Da alle Arbeiten neben Beruf und Alltag verrichtet werden müssen, kann es zur Verzögerung beim Beantworten von Anfragen usw. kommen. Wir bitten hierfür um Verständnis.

 

schmetti02Die Entstehungsgeschichte

Im Jahr 2008 verloren Markus und Daniela Deuser ihren Sohn Colin Joshua im 6. Schwangerschaftsmonat durch eine Frühgeburt. Er starb wenige Stunden nach seiner Geburt.
Da er noch sehr klein war, hatten die Eltern keine Kleidung für ihren verstorbenen kleinen Sohn zur Hand. Die bereits gekauften Babystrampler waren viel zu groß, die Klinik selbst konnte nur durch eine auf Nachfrage hin von der Frühchenstation besorgte Strickmütze aushelfen.

Doch diese bekleidete das kleine Baby nicht ausreichend. In letzter Sekunde fand sich in der Verwandtschaft ein Puppenkleidchen - das durchsichtig und mit Rüschen verziert war und so gar nicht das, was man sich als Mutter und Vater für das verstorbene Kind wünscht. Die Tatsache, dass ihr Sohn fast unbekleidet beerdigt worden war, ging den Eltern lange nicht aus dem Kopf.

Dieser Umstand wurde im Trauerforum “Schmetterlingskinder” im Portal von Frauenworte.de zur Sprache gebracht und Daniela Deuser stellte fest, dass noch viele andere Sternenkindermütter und -väter dieselben schmerzlichen Erfahrungen gemacht hatten, über die sie nicht hinweg kommen konnten. Es entstand die Idee, diesen Umstand zu ändern und gemeinsam Kleidung für die kleinen Babys zu fertigen und den Kliniken kostenlos anzubieten.

In Michaela Muno, die ihre Tochter Angelina Joel im Jahr 2005 im 5. Schwangerschaftsmonat still geboren hatte und einen unglaublich würdelosen Umgang seitens der Klinik mit ihr und dem verstorbenen Kind - ihre Tochter war ihr lieblos und nackt in einer Spuckschale gebracht worden, nachdem sie das Kind alleine und ohne jede geburtshilflliche Begleitung auf der gynäkologischen Station des Krankenhauses nur in Anwesenheit ihres Mannes hatte gebären müssen ! - fand sich eine engagierte Mitstreiterin.

Gemeinsam schafften Daniela Deuser und Michaela Muno in Zusammenarbeit mit dem Verein Frauenworte e.V. innerhalb kürzester Zeit ein gut strukturiertes Projekt, das sich die “Klinikaktion der Schmetterlingskinder” - da es seine Anfänge im Trauerforum “Schmetterlingskinder” gefunden hatte und so ein Teil der Initiative Schmetterlingskinder geworden war - nannte.

Man brachte das Ansinnen in zahlreichen Handarbeitsforen zur Sprache und berührend schnell sprach sich die Thematik in Handarbeiterinnen-Kreisen herum. Es fanden sich zahlreiche Frauen, oft nicht einmal selbst betroffen, die befanden, dass sich an diesem würdelosen Umstand, den man niemals in unserem doch eigentlich so fortschrittlichen und aufgeklärten Land vermutet hätte, etwas ändern müsse und den Eltern, die ohnehin genug Leid zu tragen hatten, viel mehr Hilfe, den Kindern die eigentlich selbstverständliche Würde zukommen solle.

Innerhalb des ersten Jahres entwickelte sich das Projekt zu einem gut durch strukturierten, gut durchdachten bundesweiten Projekt und konnte bereits im ersten Jahr mehr als 30 Kliniken kostenfrei mit Boxen für den Abschied versorgen, deren Inhalt fortlaufend in enger Zusammenarbeit mit Hebammen, Ärzten und betroffenen Eltern optimiert wurde und bis heute wird.

Im Jahr 2012 besteht die “Klinikaktion der Schmetterlingskinder” bereits seit 3 Jahren und hat in dieser Zeit weit über 300 deutsche Entbindungskliniken kostenfrei mit Klinikboxen ausgestattet; ein Großteil davon wird in regelmäßigen Abständen kostenfrei mit Sternenkinderkleidung und Abschiedsaccessoires aufgefüllt. Die Boxen beinhalten schon lange nicht mehr nur Kleidung und Accessoires, sondern zahlreiche Informationsmaterialien für Eltern und Pflegepersonal. Die Box versucht somit, die Eltern in jeder Hinsicht abzufangen und ihnen alles mit an die Hand zu geben, was hilft, einen würdevollen und liebevollen Abschied vom Kind zu finden und auch in der Zeit danach Hilfe zu bekommen.

Das Krankenhauspersonal wird durch Schulungsschreiben darüber informiert, was es in der sensiblen Situation zu beachten gibt, was hilft und was vermieden werden sollte. Ferner werden regionale Selbsthilfegruppen, Bestatter und andere hilfreiche Adressen an Eltern und Pflegepersonal vermittelt.

Alle Arbeit, die für die Klinikaktion anfällt, wird in rein ehrenamtlicher Arbeit geleistet.

Neben all den fleißigen und herzensguten Handarbeiterinnen leisten diese Arbeit im Projektmanagement Daniela Deuser und bis 2013 Petra Bingen, die im Jahr 2009 zur Klinikaktion stieß und zur festen Säule im Organisationsbereich der Klinikaktion wurde, im Januar 2013 ihre Arbeit aber aufgrund familiärer Verpflichtungen einstellen musste.

Frau Muno musste im Jahr 2010 ebenfalls ihre Arbeit für die Klinikaktion aus privaten Gründen einstellen. Wir danken Frau Muno und Frau Bingen an dieser Stelle von Herzen für all ihre liebevolle Arbeit, ohne die das Projekt heute nicht an dem Punkt wäre, an dem es ist.

In den Kliniken findet derweil ein merkliches Umdenken statt. Vielen Hebammen hilft es, den Abschied vom Kind würdevoll gestalten, den Eltern “greifbare Hilfe” an die Hand geben zu können. Durch das Bekleiden der kleinsten Babys wird deutlich gemacht, dass es sich hierbei um MENSCHEN handelt. Somit wird auch die Reichweite des Verlustes klarer. Der würdevollere Abschied hilft den Eltern, wertvolle Erinnerungen und Eindrücke für den Rest ihres Lebens zu sammeln, so dass sie den harten Schicksalsschlag nach und nach verarbeiten und in ihr Leben integrieren können.

Die Klinikaktion der Schmetterlingskinder ist stolz auf das, was sich in den letzten Jahren bewegt hat.

Wir danken allen, die dies mit ermöglicht haben und werden auch in Zukunft natürlich dafür kämpfen, dass den Sternenkindern die nötige Würde, den Eltern der Sternenkinder die nötige Aufmerksamkeit und Liebe zukommt.

Ein Zeichen setzen... für die Würde!

 

Sie haben Fragen zur Entstehung und der Motivation der Klinikaktion?

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Daniela Deuser

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Frauenworte e.V. ~ Raiffeisenbank Main-Spessart ~ Kontonr.: 6200559 ~ BLZ 79069150 ~ Betreff: Boxenpatenschaft ~ Auch kleine Geldbeträge und Sachspenden helfen uns! ---
Kontakt:
daniela@klinikaktion-der-schmetterlingskinder.de, petra@klinikaktion-der-schmetterlingskinder.de
06206-964915
Postanschrift: Frauenworte e.V., Daniela Deuser, Die Bruchweide 13, 68642 Bürstadt
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